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Richtwert Rechner Burgenland
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Richtwert Burgenland

Aktueller Richtwertmietzins Burgenland: EUR 6,15/m² – mit Mietzinsberechnung, Zu-/Abschlägen und historischen Daten ab 1994.

5. MILG – Der Richtwert Burgenland beträgt seit 1. April 2026 EUR 6,15/m² Nutzfläche und Monat. Die Richtwerte werden seit 1. April 2026 jährlich zum 1. April angepasst (§ 5 Abs. 2 Richtwertgesetz in der Fassung des 5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025). Die Erhöhung zum 1. April 2026 war mit einem Prozent gedeckelt, jene zum 1. April 2027 ist mit zwei Prozent begrenzt. Ab 1. April 2028 entfallen die Prozentdeckel: Übersteigt die durchschnittliche jährliche Änderung des Verbraucherpreisindex drei Prozent, wird der darüber liegende Teil nur zur Hälfte berücksichtigt.

Gründerzeitviertel in Burgenland

Im Burgenland gibt es praktisch keine Gründerzeitviertel im engeren Sinn — keine dicht verbauten Zinshausquartiere mit geschlossener Blockrandbebauung und vier- bis fünfgeschossigen Häusern. Das Land gehörte bis 1921 zu Ungarn, war agrarisch geprägt, und sämtliche städtischen Zentren der Region blieben jenseits der neuen Grenze. Was aus dieser Zeit erhalten ist, sind Kurorte, Villen und eine Werkssiedlung.

Kurbezirk und Villenbestand Bad Sauerbrunn

Der Ort entstand faktisch erst mit der Bahn: 1853 das erste Kurhaus, ab 1873 privater Villenbau für Adelige und Offiziere aus Wien und Wiener Neustadt. Der Bestand wuchs von 14 Wohnhäusern 1884 auf 234 Häuser bis 1914, während der Ort 1910 erst 703 Einwohner zählte — freistehende Villen in Gärten, ohne geschlossene Bauweise.

Werks- und Arbeitersiedlung Neufeld an der Leitha

Der einzige Ort im heutigen Burgenland mit einem industriellen Bevölkerungssprung im Muster der Gründerzeit: ab 1885 Weinsteinsäurefabrik, ab 1888 eine Jutespinnerei mit rund 1.000 Beschäftigten, die Einwohnerzahl stieg von 838 auf 2.904. Gebaut wurde aber nicht in Zinshäusern, sondern in niedrigen Arbeiterwohnhäusern entlang gerader Siedlungsstraßen.

Kurbezirk Bad Tatzmannsdorf

Der Kurbetrieb ist alt, der bauliche Ausbau fällt aber weitgehend in die Gründerzeit: 1856/57 das Kurhaus, 1886 Anna-Bad und Quellenhof, 1890 die Carolinenvilla, 1907 das Hotel Batthyány. Prägend sind ein- bis zweigeschossige, freistehende Kur- und Villenbauten rund um den Kurplatz.

Zusammengestellt aus Bau- und Stadtgeschichte der jeweiligen Gemeinden. Die Abgrenzung einzelner Viertel ist in der Literatur nicht einheitlich; maßgeblich für den Einzelfall ist immer das konkrete Gebäude.

Richtwerte aller Bundesländer