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Richtwert Rechner Wien

Richtwert Wien

Aktueller Richtwertmietzins Wien: EUR 6,74/m² – mit Mietzinsberechnung, Zu-/Abschlägen und historischen Daten ab 1994.

5. MILG – Der Richtwert Wien beträgt seit 1. April 2026 EUR 6,74/m² Nutzfläche und Monat. Die Richtwerte werden seit 1. April 2026 jährlich zum 1. April angepasst (§ 5 Abs. 2 Richtwertgesetz in der Fassung des 5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025). Die Erhöhung zum 1. April 2026 war mit einem Prozent gedeckelt, jene zum 1. April 2027 ist mit zwei Prozent begrenzt. Ab 1. April 2028 entfallen die Prozentdeckel: Übersteigt die durchschnittliche jährliche Änderung des Verbraucherpreisindex drei Prozent, wird der darüber liegende Teil nur zur Hälfte berücksichtigt.

Gründerzeitviertel in Wien

Wien besitzt den mit Abstand reichsten gründerzeitlichen Baubestand Österreichs: Gut 30.000 Gebäude der Stadt entstanden vor 1919, in Bezirken wie Ottakring und Hernals stammt rund die Hälfte des Bestandes aus dieser Zeit. Der Schwerpunkt liegt in einem breiten Ring um die Innenstadt — entlang des Gürtels, in den Rasterquartieren des 2. und 20. Bezirks und in den Bahn- und Industriebezirken.

Ringstraßenzone Wien

Nach der Schleifung der Basteien entstand hier ab 1860 die repräsentative Seite der Gründerzeit: Ringstraßenpalais und großbürgerliche Zinshäuser mit fünf Geschossen, hohen Räumen und aufwendigen Fassaden. Der Ringstraßenstil der 1860er bis 1890er Jahre wurde für ganz Wien stilbildend und in den Außenbezirken stark vereinfacht wiederholt.

Karmeliterviertel und Volkertviertel Wien-Leopoldstadt

Die alte Vorstadt Leopoldstadt wurde im 19. Jahrhundert weitgehend mit Zinshäusern überbaut — vier- bis fünfgeschossige Blockrandhäuser mit Innenhöfen, Geschäftslokalen im Erdgeschoss und schlichtem bis mittlerem Fassadenaufwand. Das Karmeliterviertel gilt heute als stark aufgewertet, Volkert- und Alliiertenviertel folgen mit Abstand.

Stuwerviertel Wien-Leopoldstadt

Bis zur Donauregulierung lag hier Auwald. Nach der Trockenlegung 1875 parzelliert, ab etwa 1880 bebaut und um 1910 geschlossen verbaut, ist es ein planmäßiges Rasterquartier der Spätgründerzeit mit Alleen und stellenweise Vorgärten — merklich großzügiger als die engen Vorstadtviertel.

Brunnenviertel und Yppenviertel Wien-Ottakring

Der Osten Ottakrings wurde ab 1875 dicht mit Zinshäusern für Geringverdiener verbaut; die Einwohnerzahl stieg von 7.200 im Jahr 1850 auf knapp 62.000 im Jahr 1890. Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung gilt das Viertel seit den Sanierungen ab den 1990er Jahren als bekanntestes Wiener Beispiel für die Aufwertung eines abgewohnten Grätzels.

Kretaviertel Wien-Favoriten

Bahngelände und Ziegeleien zogen ab 1870 große Arbeiterzahlen an — Favoritens Bevölkerung versiebenfachte sich zwischen 1869 und 1914. Das Viertel zählt zu den dichtest verbauten Gebieten der Stadt und wird von kaum veränderten spätgründerzeitlichen Zinskasernen der 1890er Jahre bestimmt.

Alsergrund mit Rossau und Lichtental Wien-Alsergrund

Der Großteil der Bausubstanz stammt aus den Jahren 1870 bis 1890. In Ringstraßennähe stehen repräsentative Nobelzinshäuser für das gehobene Bürgertum, weiter außen einfachere Wohnhäuser; im Servitenviertel und in Lichtental hat sich die ältere, niedrigere Vorstadtstruktur stellenweise erhalten.

Zusammengestellt aus Bau- und Stadtgeschichte der jeweiligen Gemeinden. Die Abgrenzung einzelner Viertel ist in der Literatur nicht einheitlich; maßgeblich für den Einzelfall ist immer das konkrete Gebäude.

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