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Richtwert Rechner Kärnten

Richtwert Kärnten

Aktueller Richtwertmietzins Kärnten: EUR 7,89/m² – mit Mietzinsberechnung, Zu-/Abschlägen und historischen Daten ab 1994.

5. MILG – Der Richtwert Kärnten beträgt seit 1. April 2026 EUR 7,89/m² Nutzfläche und Monat. Die Richtwerte werden seit 1. April 2026 jährlich zum 1. April angepasst (§ 5 Abs. 2 Richtwertgesetz in der Fassung des 5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025). Die Erhöhung zum 1. April 2026 war mit einem Prozent gedeckelt, jene zum 1. April 2027 ist mit zwei Prozent begrenzt. Ab 1. April 2028 entfallen die Prozentdeckel: Übersteigt die durchschnittliche jährliche Änderung des Verbraucherpreisindex drei Prozent, wird der darüber liegende Teil nur zur Hälfte berücksichtigt.

Gründerzeitviertel in Kärnten

Kärnten besitzt Gründerzeitbestand, aber keine Gründerzeitstadt. Er konzentriert sich fast vollständig auf Klagenfurt und Villach und tritt dort nicht als großflächiges Zinshausquartier auf, sondern als schmaler Ring einzelner Straßenzüge und Ensembles um den historischen Kern. Getragen wurde er vom Eisenbahnanschluss — Klagenfurt 1863, Villach 1864 — und vom anschließenden Bevölkerungssprung.

Villacher Vorstadt Klagenfurt

Das einzige planmäßig angelegte Gründerzeitviertel Kärntens. Die Erschließung begann 1893 mit der Herbertstraße, die Bebauung folgte geschlossen bis zum Ersten Weltkrieg; charakteristisch sind drei- und viergeschoßige Miethäuser mit einheitlicher Sockel- und Traufenlinie.

Ringstraßen-Randbebauung und Salmstraße Klagenfurt

Die Ringstraßen entstanden auf der geschleiften Stadtbefestigung, aber nicht als Gesamtplanung, sondern abschnittsweise über Jahrzehnte. Entsprechend fehlt eine durchgehende Schauseite; die dichteste frühgründerzeitliche Zeile liegt in der Salmstraße 2, 4 und 6 — Wohnhäuser von 1867/68 mit einheitlich rustizierter Fassade.

Bahnhofstraße Klagenfurt

Die direkte Folge des Bahnanschlusses von 1863 und Träger des frühesten Gründerzeitbestandes der Stadt. Prägend ist hier nicht das Miethaus, sondern der öffentliche Bau — darunter das Geburtshaus Robert Musils von 1867 und die ehemalige Lehrerbildungsanstalt von 1871/72.

Südlicher Innenstadtrand Villach

Nach dem Bahnanschluss von 1864 wuchs Villach über den Altstadtkern hinaus; dieser Streifen trägt den geschlossensten Bestand der Stadt, überwiegend Repräsentations- und Geschäftsbauten in vier bis fünf Geschoßen. Belegt sind die ehemalige Eisenbahn-Direktion von 1898 und das secessionistische Miethaus Triesterhof von 1907.

Zusammengestellt aus Bau- und Stadtgeschichte der jeweiligen Gemeinden. Die Abgrenzung einzelner Viertel ist in der Literatur nicht einheitlich; maßgeblich für den Einzelfall ist immer das konkrete Gebäude.

Richtwerte aller Bundesländer