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Richtwert Rechner Niederösterreich
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Richtwert Niederösterreich

Aktueller Richtwertmietzins Niederösterreich: EUR 6,92/m² – mit Mietzinsberechnung, Zu-/Abschlägen und historischen Daten ab 1994.

5. MILG – Der Richtwert Niederösterreich beträgt seit 1. April 2026 EUR 6,92/m² Nutzfläche und Monat. Die Richtwerte werden seit 1. April 2026 jährlich zum 1. April angepasst (§ 5 Abs. 2 Richtwertgesetz in der Fassung des 5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025). Die Erhöhung zum 1. April 2026 war mit einem Prozent gedeckelt, jene zum 1. April 2027 ist mit zwei Prozent begrenzt. Ab 1. April 2028 entfallen die Prozentdeckel: Übersteigt die durchschnittliche jährliche Änderung des Verbraucherpreisindex drei Prozent, wird der darüber liegende Teil nur zur Hälfte berücksichtigt.

Gründerzeitviertel in Niederösterreich

Niederösterreich besitzt keinen zusammenhängenden Gründerzeitgürtel wie Wien, sondern verteilten Bestand in mehreren Mittelstädten. Am deutlichsten ausgeprägt ist er in Krems und St. Pölten, wo nach dem Abbruch der Stadtmauern und dem Bahnanschluss ganze Erweiterungsviertel auf den frei gewordenen Befestigungsflächen entstanden. In Baden und Mödling prägten Kurbetrieb und Sommerfrische die Bautätigkeit.

Promenadenring und Bahnhofsviertel St. Pölten

Die Stadtmauer fiel 1848, 1858 erreichte die Westbahn die Stadt; gegen Ende des Jahrhunderts wurden die Glacisflächen parzelliert und Promenade und Ring angelegt. Hier steht der Großteil der späthistoristischen Wohn- und Geschäftshäuser in geschlossenen Zeilen, mit Fassaden in Neobarock, Neorokoko und Neorenaissance.

Ringstraßenviertel Krems an der Donau

Nach dem Abbruch der Befestigung entstand ab den 1860er Jahren planmäßig neues Bauland. Die Stadtbaumeister Josef Utz, Vater und Sohn, entwarfen zwischen 1850 und 1910 ganze Straßenzüge; ihr Stadtpalais von 1888 orientiert sich erklärtermaßen an der Wiener Ringstraßenarchitektur.

Ringstraßen und Villengürtel Baden

Baden ist die Ausnahme im Land: Der Bestand von 1860 bis 1918 ist umfangreich, besteht aber überwiegend aus Kur-, Hotel- und Villenarchitektur. Mit der Südbahn und dem Zustrom des Wiener Großbürgertums stieg die Einwohnerzahl bis 1923 auf über 22.000; die Villen zwischen Kurpark und Helenental waren schon 1869 zu einem durchgehenden Gürtel zusammengewachsen.

Schöffelstadt (Neu-Mödling) Mödling

Unter Bürgermeister Josef Schöffel wurde ab den 1870er Jahren östlich der Bahn planmäßig ein neues Stadtviertel samt Arbeitersiedlungen angelegt; bis 1910 stieg die Einwohnerzahl auf rund 18.000. Bezirksgericht, Bezirkshauptmannschaft und Finanzamt übersiedelten aus der Altstadt in Neubauten dieses Viertels.

Zusammengestellt aus Bau- und Stadtgeschichte der jeweiligen Gemeinden. Die Abgrenzung einzelner Viertel ist in der Literatur nicht einheitlich; maßgeblich für den Einzelfall ist immer das konkrete Gebäude.

Richtwerte aller Bundesländer