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Richtwert Rechner Salzburg

Richtwert Salzburg

Aktueller Richtwertmietzins Salzburg: EUR 9,31/m² – mit Mietzinsberechnung, Zu-/Abschlägen und historischen Daten ab 1994.

5. MILG – Der Richtwert Salzburg beträgt seit 1. April 2026 EUR 9,31/m² Nutzfläche und Monat. Die Richtwerte werden seit 1. April 2026 jährlich zum 1. April angepasst (§ 5 Abs. 2 Richtwertgesetz in der Fassung des 5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025). Die Erhöhung zum 1. April 2026 war mit einem Prozent gedeckelt, jene zum 1. April 2027 ist mit zwei Prozent begrenzt. Ab 1. April 2028 entfallen die Prozentdeckel: Übersteigt die durchschnittliche jährliche Änderung des Verbraucherpreisindex drei Prozent, wird der darüber liegende Teil nur zur Hälfte berücksichtigt.

Gründerzeitviertel in Salzburg

Der Gründerzeitbestand des Landes Salzburg konzentriert sich nahezu vollständig auf die Landeshauptstadt, ist dort räumlich klar begrenzt, dafür aber geschlossen erhalten. Ausgelöst wurde er 1860 durch den Anschluss an die Westbahn, durch die Aufhebung Salzburgs als Festung samt Schleifung des Bastionsrings und durch die Salzachregulierung, die mitten in der Stadt neues Bauland schuf.

Neustadt mit Andräviertel Salzburg

Rudolf Bayer entwarf 1861 ein Rastersystem aus rechtwinkelig geführten Straßen, das ab 1873 parzellenweise verbaut wurde. Kennzeichnend sind geschlossene Blöcke mehrgeschossiger Zinshäuser mit Stuckfassaden; die baumbestandene Franz-Josef-Straße gilt als Salzburger Entsprechung einer Ringstraße.

Kaivillen am rechten Salzachufer Salzburg

Die ab 1862 betriebene Salzachregulierung schuf durch Begradigung und Uferbefestigung hochwertiges Bauland mitten in der Stadt. Wohlhabende Bürger errichteten hier repräsentative, villenartige Wohnhäuser; am Giselakai ist rund ein Dutzend echter Kaivillen erhalten.

Elisabeth-Vorstadt Salzburg

Das zuvor landwirtschaftlich genutzte Froschheim wurde ab 1860 durch Westbahn und Hauptbahnhof zum städtischen Stadtteil und 1901 nach Kaiserin Elisabeth umbenannt. Charakteristisch ist das Nebeneinander von Stadtvillen in Gärten, mehrgeschossigen Zinshäusern und späteren kommunalen Wohnbauten.

Kurortzentrum Bad Gastein

Der einzige nennenswerte Bestand außerhalb der Landeshauptstadt — kein Zinshausviertel, sondern ein Kurortensemble. Zwischen 1871 und 1905 stieg die Zahl der Beherbergungsbetriebe von 24 auf 57; die mehrgeschossigen Hotelbauten des Historismus staffeln sich an den Steilhängen rund um den Wasserfall.

Zusammengestellt aus Bau- und Stadtgeschichte der jeweiligen Gemeinden. Die Abgrenzung einzelner Viertel ist in der Literatur nicht einheitlich; maßgeblich für den Einzelfall ist immer das konkrete Gebäude.

Richtwerte aller Bundesländer