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Richtwert Rechner Oberösterreich
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Richtwert Oberösterreich

Aktueller Richtwertmietzins Oberösterreich: EUR 7,30/m² – mit Mietzinsberechnung, Zu-/Abschlägen und historischen Daten ab 1994.

5. MILG – Der Richtwert Oberösterreich beträgt seit 1. April 2026 EUR 7,30/m² Nutzfläche und Monat. Die Richtwerte werden seit 1. April 2026 jährlich zum 1. April angepasst (§ 5 Abs. 2 Richtwertgesetz in der Fassung des 5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025). Die Erhöhung zum 1. April 2026 war mit einem Prozent gedeckelt, jene zum 1. April 2027 ist mit zwei Prozent begrenzt. Ab 1. April 2028 entfallen die Prozentdeckel: Übersteigt die durchschnittliche jährliche Änderung des Verbraucherpreisindex drei Prozent, wird der darüber liegende Teil nur zur Hälfte berücksichtigt.

Gründerzeitviertel in Oberösterreich

Der Gründerzeitbestand Oberösterreichs ist erkennbar, räumlich aber stark auf Linz konzentriert. Auslöser waren der Anschluss an die Westbahn zwischen 1856 und 1861, die einsetzende Industrialisierung und ein rascher Bevölkerungszuwachs, dem die Stadt mit Eingemeindungen und einer planmäßigen Erweiterung nach Süden begegnete. In Steyr trägt die Gründerzeit eine andere Handschrift: Dort prägt die Industrie das Bild, nicht das bürgerliche Zinshaus.

Neustadtviertel Linz

Ab 1862 wurde auf weitgehend unbebautem Grund ein streng schachbrettförmiges Raster ausgelegt und als Wohnviertel für Angestellte und Beamte bebaut. Es ist der geschlossenste Gründerzeitbestand Oberösterreichs, erkennbar an den auffallend breiten, geradlinig durchgezogenen Straßenquerschnitten.

Volksgartenviertel Linz

Der zweite Arm der Stadterweiterung, die von der Altstadt nach Süden bis an die Westbahn reichte. Die Straßenbenennungen markieren den Ausbauzeitraum — Stifterstraße 1869, Museumstraße 1889 —, der Bestand ist mehrgeschossig, aber deutlich weniger geschlossen als im Neustadtviertel.

Makartviertel Linz

Der Generalregulierungsplan von 1888 setzte das Raster des Neustadtviertels nach Süden fort. Erhalten hat sich der Bestand vor allem entlang der Wiener Straße mit zusammenhängenden Zeilen mehrgeschossiger Zinshäuser; der südöstliche Teil entwickelte sich mit der Industrieansiedlung zum Arbeiterquartier.

Wehrgraben und äußeres Steyrdorf Steyr

Josef Werndl baute seine 1864 gegründete Waffenfabrik zum größten Rüstungsbetrieb Europas aus und errichtete ab 1870 Arbeiterwohnhäuser an der Wehrgrabengasse. Das Gebiet steht seit 1987 unter Schutz, rund 220 Objekte sind erfasst — Kanäle und Fabrikbauten prägen es stärker als Zinshauszeilen.

Zusammengestellt aus Bau- und Stadtgeschichte der jeweiligen Gemeinden. Die Abgrenzung einzelner Viertel ist in der Literatur nicht einheitlich; maßgeblich für den Einzelfall ist immer das konkrete Gebäude.

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