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Richtwert Rechner Vorarlberg
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Richtwert Vorarlberg

Aktueller Richtwertmietzins Vorarlberg: EUR 10,35/m² – mit Mietzinsberechnung, Zu-/Abschlägen und historischen Daten ab 1994.

5. MILG – Der Richtwert Vorarlberg beträgt seit 1. April 2026 EUR 10,35/m² Nutzfläche und Monat. Die Richtwerte werden seit 1. April 2026 jährlich zum 1. April angepasst (§ 5 Abs. 2 Richtwertgesetz in der Fassung des 5. MILG, BGBl. I Nr. 114/2025). Die Erhöhung zum 1. April 2026 war mit einem Prozent gedeckelt, jene zum 1. April 2027 ist mit zwei Prozent begrenzt. Ab 1. April 2028 entfallen die Prozentdeckel: Übersteigt die durchschnittliche jährliche Änderung des Verbraucherpreisindex drei Prozent, wird der darüber liegende Teil nur zur Hälfte berücksichtigt.

Gründerzeitviertel in Vorarlberg

Vorarlberg hat aus der Zeit zwischen 1860 und 1918 viel gebaute Substanz, aber kaum geschlossene Zinshausviertel Wiener Prägung. Der Schwerpunkt liegt im Rheintal und im Walgau, wo Textilindustrie und Eisenbahn die Städte über ihre alten Kerne hinauswachsen ließen. Prägend ist dort nicht die Blockrandbebauung, sondern die freistehende Fabrikantenvilla im Park und die zwei- bis dreigeschossige Straßenzeile.

Rasterviertel zwischen Belrupt- und Kornmarktstraße Bregenz

Am Ende des 19. Jahrhunderts planmäßig und rasterartig auf freiem Feld angelegt — die einzige eigentliche Stadterweiterung Vorarlbergs nach gründerzeitlichem Muster. Die gereihten Wohn- und Geschäftshäuser schließen die Straßenfronten, bleiben aber niedriger und kleinteiliger als Wiener oder Grazer Zinshäuser.

Quellenviertel im Vorkloster Bregenz

1857 lag hier noch offenes Feld; ab den 1880er Jahren setzte ein Bauboom ein, und um 1900 waren Quellenstraße und Nebenstraßen durchgehend verbaut. Grenznähe und Schutzzollpolitik brachten ausländische Zweigwerke ins Land, darunter Maggi ab 1887 und Knorr ab 1888.

Fabrikantenviertel an der Bahnhofstraße Feldkirch

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts errichteten die Unternehmerfamilien Ganahl, Getzner und Mutter hier ihre Wohnsitze. Erhalten ist eine dichte Folge von Fabrikantenvillen mit Parkanlagen — Villa Mutter, Villa Feldegg, Villa Getzner —, die meisten unter Denkmalschutz, bandartig an die Verkehrsachse gelegt statt als Block gefasst.

Villenviertel um Schiller- und Rosenstraße Dornbirn

Zwischen 1870 und 1910 errichteten Architekt Julius Rhomberg und Baumeister Josef Anton Albrich nahezu alle repräsentativen Fabrikantenvillen Dornbirns. Zu den Bauherren zählten die Textilfabrikanten Rhomberg, Hämmerle und Fussenegger; die Villa Guntram Hämmerle von 1890/92 wurde als burgartiger Bau mit Turm ausgeführt.

Zusammengestellt aus Bau- und Stadtgeschichte der jeweiligen Gemeinden. Die Abgrenzung einzelner Viertel ist in der Literatur nicht einheitlich; maßgeblich für den Einzelfall ist immer das konkrete Gebäude.

Richtwerte aller Bundesländer